Abschied von Alexis Aar

Noch einmal laß uns Blicke tauschen,
Noch einmal sieh so gut mich an!
Der letzte Kuß soll uns berauschen,
Wie's nur der erste einst gethan.
Die süße Liebe, blind geboren,
Bleibt nicht für alle Zeiten blind,
Und mit dem Sehn ist sie verloren
Leb' wohl, du gutes, liebes Kind!
 
Das ist des Schicksals ew'ges Walten,
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Ein volles Glück vergönnt es nie.
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Doch eh' die Herzen uns erkalten,
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Ist's besser, daß ich weiter zieh'.
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Dein Tüchlein weht, bis ich mich wende;
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Verhüllen wird es dann geschwind
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Der Augen letzte Liebesspende
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Leb' wohl, du gutes, liebes Kind!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Abschied“

Autor
Alexis Aar
Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1853 - 1916
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Abschied“ des Autors Alexis Aar. 1853 wurde Aar in Radeberg (bei Dresden) geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1869 und 1916. Aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus oder Avantgarde / Dadaismus zugeordnet werden. Die Richtigkeit der Epochen sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das 95 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Alexis Aar sind „Semiramis“, „Alarich auf der Akropolis“ und „Abendglocken“. Zum Autor des Gedichtes „Abschied“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 10 Gedichte vor.

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