Wilder Ritt von Alexis Aar

Sie liebt mich nicht, ihr Ohr ist taub!
Nie wierd in ihrem Arm mir Rast!
Greif' aus mein Roß! Aufwirbelt Staub,
Das Mondlicht flirrt um Zweig' und Ast.
Der Wald, der felsenumragte,
Schweigt träumend in Einsamkeit:
Das Echo nur hallt, als jagte
Ein Andrer uns zur Seit'.
 
Unruhig schnaubst du und zitterst und bangst
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Und wirfst dein Haupt, mein schönes Thier!
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Spürst du beklemmende Todesangst?
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Greif' aus, zu säumig bist du mir!
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Tief unten im Thalesschlunde,
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Da klaffen die Felsen weit,
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Und gehn wir dort beide zu Grunde,
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Um dich nur wär' es mir leid!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Wilder Ritt“

Autor
Alexis Aar
Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1853 - 1916
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Wilder Ritt“ ist Alexis Aar. Geboren wurde Aar im Jahr 1853 in Radeberg (bei Dresden). Zwischen den Jahren 1869 und 1916 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus oder Avantgarde / Dadaismus zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das vorliegende Gedicht umfasst 95 Wörter. Es baut sich aus 2 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Alexis Aar sind „Soldaten kommen“, „Studententraum“ und „Herbstlied“. Zum Autor des Gedichtes „Wilder Ritt“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 10 Gedichte vor.

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