Zwei Röslein von August Becker

Hinter dem Dorf beim Weidengebüsch
Saß eine Junge und Alte,
Als ich heut morgen so frei und frisch
Dorten vorüber wallte.
 
Hatte zwei Röslein, das eine war bleich,
Hing verwelkt und lose,
Aber das andre war düftereich,
Eine gar prächtige Rose.
 
Und da warf ich die Rosen hin
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Nach den sinnenden Frauen;
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Wie ich stehen geblieben bin,
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Mocht' ich verwundert schauen,
 
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Daß das blühende Röslein
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Lag der Alten im Schoße,
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Aber der Jungen fiel hinein
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Die verwelkende Rose.
 
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Beide hat es traurig gemacht,
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Als ich vorüberwallte.
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Hat wohl die Junge der Zukunft gedacht
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Und der Jugend die Alte?
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Zwei Röslein“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
98
Entstehungsjahr
1828 - 1891
Epoche
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz,
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Zwei Röslein“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers August Becker. Im Jahr 1828 wurde Becker in Klingenmünster (Pfalz) geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1844 bis 1891 entstanden. Aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus, Naturalismus oder Moderne zugeordnet werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 98 Worte. Weitere Werke des Dichters August Becker sind „Hinter dem Dorf“ und „O trübe die reine Quelle nicht“. Zum Autor des Gedichtes „Zwei Röslein“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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