Schlagwörter: Deutschland, Polen, Braunkohle, Steinkohle, Lage und Gliederung der Niederlausitz, Weichbraunkohle, Brikettierung, Physikalische Veredlungsverfahren, Referat, Hausaufgabe, Lausitz - Braunkohlevorkommen in der Lausitz Themengleiche Dokumente anzeigen
Erdkundevortrag - Thema: Braunkohlevorkommen in der Lausitz
Gliederung:
Lage und Gliederung der Niederlausitz
Naturfaktoren in der Lausitz
Braunkohle
Braunkohle allgemein
Braunkohle aus der Lausitz
1. Lage und Gliederung der Niederlausitz:
in Lausitz ausschließlich Braunkohle und Forstwirtschaft
nach Wende und Raubabbau der DDR verstärkt wieder Forstwirtschaft, auch bedingt durch steigende Rekultivierung
Tagebaue: Jänschwalde, Cottbus-Nord, Welzow-Süd, Nochten und Reichwalde
2. Naturfaktoren in der Lausitz:
größter Faktor: wirtschaftlich sehr gut gewinnbare Braunkohle und Holz
jedoch gibt es keine holzverarbeitende Industrien
dank der großräumigen Rekultivierung gibt es zunehmend mehr forstwirtschaftlich genutzte Flächen
3. Braunkohle
3.1 Braunkohle allgemein:
überwiegend im Tertiär entstanden
gelb- bis schwarzbraune Kohle mit niedrigem Inkohlungsgrad
Braunkohle unterscheidet man in Weichbraunkohle und Hartbraunkohle
Weichbraunkohle besteht aus Grundmasse von Humussäuren mit Resten von Holz, hat Wassergehalt von 45-60%, in wasser- und aschefreiem Zustand einen Kohlenstoffgehalt von 65-70%
Hartbraunkohle ist ohne sichtbare Holzeinschlüsse, hat Wassergehalt von 10-30%, in wasser- und aschefreiem Zustand liegt Kohlenstoffgehalt bei 70-75%
Braunkohle lagert oberflächennah, wird daher im Tagebau gefördert
Dient im wesentlichen als Energieerzeuger in thermischen Kraftwerken und als Hausbrand
Große Braunkohlevorkommen im Rheinland, Helmstedt, Hessen, Lausitz, Mitteldeutschland und Bayern, wobei Rheinland, Lausitz und Mitteldeutschland die größte Rolle spielen
Deutschland war 1995 mit 207 Mio. t weltweit der größte Braunkohleproduzent
Kohleveredlung ist Bezeichnung für alle Prozesse, die zur Veredlung oder Verbesserung der Rohkohle führt
Physikalische Veredlungsverfahren:
Brikettierung
Thermische Veredlungsverfahren:
Erhitzen von Braunkohle oder Steinkohle unter Luftabschluss, findet Zersetzung dieser Produkte in Gase, flüssige Produkte und Kokse statt
Chemische Veredlungsverfahren:
Vergasung und Hydrierung
Vergasung: Umsetzung der organischen Kohlesubstanz mit Vergasungsmitteln wie Sauerstoff, Luft, Wasserdampf u.a. zu Brenn- und Synthesegasen
für die K. sind Mindesttemperaturen von etwa 700ºC (Braunkohle) und 900ºC (Steinkohle) erforderlich
Hydrierung: Verfahren zur Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffe aus Kohle und Wasserstoff
Begriffserklärung:
Tertiär -> begann vor 65 Mill. Jh.; endete vor 2,5 Mill. Jh.
Festland bildeten sich vorübergehend Flachmeere und Sumpfmoorwälder, die besonders in Deutschland zur Bildung mächtiger Braunkohlenflöze führten (Braunkohlenformation)
Tagebau -> bergbaul. Abbaubetrieb an der Erdoberfläche, meist muss über der Lagerstätte liegender Abraum beseitigt werden, Lagerstätte und Abraum werden in treppenförmigen Absätzen söhlig fortschreitend abgebaut (Strosse); das abzubauende Material wird durch Grabgeräte (Löffel-, Schaufelrad-, Schürfkübelbagger zum Laden auf Fördermittel dienen Löffelbagger; Schaufelradbagger erfüllen gleichzeitig die Aufgaben des Lösens und Ladens, meist auch einen Teil der Förderarbeit; Größte Schaufelradbagger leisten über 200.000 m3/Tag
Brikettierung -> Herstellung von Briketts -> frz. la brique = der Ziegel
Form von Quadern, Würfeln oder Eiern gepresste Stein– oder Braunkohle
Koks -> schwarzer oder grauer, fester Rückstand der Verkokung von Stein- und Braunkohle
3.2 Braunkohle aus der Lausitz:
im Tertiär entstanden 5 bedeutsame Braunkohlenflözgebiete