Rettung der dänischen Juden
Beschreibung / Inhalt
Das Dokument beschreibt die Rettung der dänischen Juden im Oktober 1943. Zunächst wird Dänemark und seine politische Situation der 30er Jahre beschrieben. Es war ein kleines Land mit einer lutherischen Bevölkerung und Außenpolitik war von friedlicher Konfliktlösung geprägt. Zum 9. April 1940 griff Deutschland Dänemark trotz des Nichtangriffspakts an. Dänemark war für eine militärische Verteidigung nicht gerüstet, so dass der Kampf schnell aufgegeben wurde. Eine Zusammenarbeit zwischen dänischen Behörden und Besatzungsmacht wurde ins Leben gerufen, die bis 1943 anhielt. Die Juden befanden sich unter starker nervlicher Belastung, jedoch schützte sie die dänische Regierung vor rassistischen Gesetzen und diskriminierenden Eingriffen.
Der Stimmungsumschwung kam 1943 durch verschiedene Ereignisse und der Zusammenarbeitspolitik wurde kritisiert. Am 29. August 1943 wurde der militärische Ausnahmezustand verhängt, und die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht reduziert. Die Judenaktion in Dänemark begann im September desselben Jahres, als Hitler die Deportation der dänischen Juden befürwortete. Die ehemaligen Regierungsmitglieder warnten die jüdische Gemeinschaft. Deutsche Polizeieinheiten wurde aufgestellt und Spezialisten aus der Abteilung Adolf Eichmanns kamen nach Kopenhagen. Breite Teile der dänischen Bevölkerung halfen durch Verstecke, Verpflegung und Transportmöglichkeiten zur Flucht nach Schweden. Sieben Tausend Menschen wurden im Laufe weniger Tage übergesetzt, und die Fischer spielten eine zentrale Rolle bei der Rettungsaktion.
Nach der Aktion gegen die Juden wurde der Ausnahmezustand aufgehoben, jedoch kam keine neue dänische Regierung zustande. Die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht wurde auf ein Minimum reduziert. Am 5. Mai 1945 kapitulierte Deutschland und eine Regierung, die zur Hälfte aus Freiheitskämpfern und Politikern der alten Parteien bestand, wurde gebildet.
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Auszug aus Referat
Oktober 1943 Rettung der dänischen Juden Dänemark in den 30er Jahren Ein kleines Land mit 4 Millionen Einwohnern und einer Dänisch sprechenden, lutherischen Bevölkerung mit nur wenigen kleinen ethnischen und religiösen Minderheiten. Im Laufe der Zeit hat Dänemark viele Einwanderer aus Deutschland, Holland, Schweden und Polen aufgenommen und schnell in die Gesellschaft integriert. Die Außenpolitik war von friedlicher Konfliktlösung geprägt und Friedfertigkeit und demokratische Tradition bestimmten auch die innenpolitische Situation. Liberalismus mit einem starken Einschlag von sozialer Solidarität - was man seitdem als das skandinavische Modell bezeichnet - prägte die dänische Politik. Der Lebensstandard gehörte damals wie heute zu den führenden in der Welt. Der 9. April 1940 Deutschland griff Dänemark trotz des Nichtangriffspakts an, der ein Jahr zuvor auf deutsche Initiative hin eingegangen worden war. Dänemark war für eine militärische Verteidigung nicht gerüstet und so mußte der Kampf schnell aufgegeben werden. Die Regierung beschloß, ihre Tätigkeit fortzusetzen um Kampfhandlungen auf dänischem Boden zu verhindern, den deutschen Einfluß einzuschränken und einen Aufschwung der dänischen Nationalsozialisten zu verhindern. Dies war möglich, da Deutschland garantiert hatte, als Freund zu kommen und sich nicht in unangebrachter Weise in die inner-dänischen Verhältnisse einzumischen. Zusammenarbeitspolitik und Widerstand Die dänischen Behörden bemühten sich um eine enge ...
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