Passatwinde - Die Dauerwinde der Tropen einfach erklärt

Schlagwörter:
Passatwind, Afrika, Passatwinde, Nordostpassat, Südostpassat, Tropen, ITCZ (Innertropische Konvergenzzone), Äquator, Corioliskraft, Hadley-Zelle, Referat, Hausaufgabe, Passatwinde - Die Dauerwinde der Tropen einfach erklärt
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Passatwinde: Die „Dauerwinde“ der Tropen einfach erklärt

Passatwinde sind regelmäßige, großräumige Winde in den Tropen, die über lange Zeit aus ähnlichen Richtungen wehen. Man findet ihren Einfluss in vielen Regionen rund um den Äquator, zum Beispiel über dem Atlantik und in Afrika: In Westafrika beeinflussen sie, ob trockene Luft aus dem Norden oder feuchte Luft vom Ozean kommt, und damit auch Trocken- und Regenzeiten. Insgesamt gehören Passatwinde zur globalen Luftzirkulation der Erde und wirken sich spürbar auf Wetter, Klima und sogar auf die Schifffahrt aus.

Gliederung / Inhalt

  1. Was sind Passatwinde?
  2. Warum entstehen Passatwinde? (Schritt für Schritt)
  3. Warum kommen sie nicht einfach „geradeaus“? (Corioliskraft)
  4. Was passiert am Äquator, wenn beide Passate zusammentreffen?
  5. Warum sind Gegenden bei 30° Breite oft trocken?
  6. Zusammenfassung

1. Was sind Passatwinde?

Passatwinde sind regelmäßige Winde, die in den Tropen wehen. Sie bewegen sich vom subtropischen Hochdruckgürtel (etwa bei 30° nördlicher und südlicher Breite) zur Äquatorzone.

Auf der Nordhalbkugel: wehen sie meist aus Nordost → Nordostpassat

Auf der Südhalbkugel: wehen sie meist aus Südost → Südostpassat

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2. Warum entstehen Passatwinde? (Schritt für Schritt)

Schritt A: Am Äquator wird die Luft stark erwärmt

Am Äquator steht die Sonne besonders hoch. Der Boden erwärmt die Luft darüber stark.

Warme Luft ist leichter → sie steigt auf

Beim Aufsteigen entsteht am Boden ein Tiefdruckgebiet (also: „Luft fehlt da unten“)

Diese Zone nennt man oft äquatoriale Tiefdruckrinne oder ITCZ (Innertropische Konvergenzzone).

Schritt B: In der Höhe fließt die Luft weg und kühlt ab

Die aufgestiegene Luft strömt in großer Höhe nach Norden und Süden.

Sie kühlt dabei ab

Irgendwann sinkt sie wieder ab

Schritt C: Bei 30° Breite sinkt Luft ab → Hochdruckgebiet

Etwa bei 30° Nord und 30° Süd sinkt die abgekühlte Luft nach unten.

Sinkende Luft erzeugt am Boden Hochdruck

Hochdruck heißt: „hier ist Luftüberschuss“

Schritt D: Luft strömt am Boden zurück zum Äquator

Und jetzt kommt die einfache Regel:

Luft strömt am Boden vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet.

Also: von 30° Breite zurück Richtung Äquator. Das ist die Grundidee der Passatwinde.

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3. Warum kommen sie nicht einfach „geradeaus“? (Corioliskraft)

Wenn die Erde nicht rotieren würde, würden die Winde ziemlich direkt zum Äquator wehen. Aber die Erde dreht sich, und dadurch wirkt die Corioliskraft:

  • Nordhalbkugel: Bewegung wird nach rechts abgelenkt
  • Südhalbkugel: Bewegung wird nach links abgelenkt

Deshalb werden aus „Wind Richtung Äquator“ diese typischen Richtungen:

  • Nordostpassat (kommt aus Nordost)
  • Südostpassat (kommt aus Südost)

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4. Was passiert am Äquator, wenn beide Passate zusammentreffen?

In der Äquatorzone treffen Nordostpassat und Südostpassat aufeinander. Dort:

  • wird warme, feuchte Luft zusammengeschoben
  • sie steigt stark auf
  • es entstehen oft Wolken und heftige Regenfälle (typisch: Tropenregen)

Darum sind Regionen nahe am Äquator häufig sehr feucht (Regenwaldklima).

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5. Warum sind Gegenden bei 30° Breite oft trocken?

Bei 30° Breite sinkt Luft ab. Sinkende Luft:

  • erwärmt sich
  • kann mehr Wasserdampf „halten“
  • Wolken lösen sich eher auf

Ergebnis: wenig Regen. Deshalb liegen viele große Wüsten ungefähr dort:

  • Sahara
  • Arabische Wüste
  • Kalahari
  • Australische Wüsten

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6. Zusammenfassung

  • Am Äquator: Luft wird heiß → steigt auf → Tiefdruck → oft Regen
  • Bei 30° Breite: Luft sinkt ab → Hochdruck → eher trocken
  • Am Boden strömt Luft zurück zum Äquator
  • Durch Erdrotation wird sie abgelenkt:
  • Nordostpassat im Norden
  • Südostpassat im Süden

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