Lied von Sophie Albrecht

Wenn früh die graue Dämm'rung flieht,
Wenn sich der Abend senkt,
Erwache meines Dankes Lied,
Dem, der dir Frieden schenkt.
 
Schwer lag auf mir der Kummer, - schwer,
Ich weinte heiß und viel;
Das Leben war mir wonneleer,
Grab war mein schwarzes Ziel.
 
Da schickte Gott mir Frieden her,
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Und machte leicht die Brust.
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Lob ihn! - wo ist ein Gott wie er?
12 
Uns helfen ist ihm Lust.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.7 KB)

Details zum Gedicht „Lied“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
68
Entstehungsjahr
1757 - 1840
Epoche
Aufklärung,
Empfindsamkeit,
Sturm & Drang

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Lied“ stammt von Sophie Albrecht, die von Dezember 1757 bis zum 16 November 1840 lebte. Diese Informationen, zusammen mit dem eigentlichen Inhalt des Gedichts, helfen uns dabei, das Werk zeitlich in die Epoche der späten Aufklärung und des anfänglichen Sturm und Drang einzuordnen.

Bei der ersten Betrachtung erzeugt das Gedicht das Bild eines lyrischen Ichs, das Schwierigkeiten und Kummer erlebt hat, aber nun Frieden gefunden hat. Dieser erste Eindruck ist stark rhythmisch und emotional, voller Dankbarkeit und tiefer Emotionen.

Inhaltlich erzählt das lyrische Ich von seiner harten Vergangenheit (bzw. Kummer und Schmerz) und seiner Transformation zur Freude und Frieden dank der Hilfe, die es von Gott erhalten hat. Das Gedicht beginnt und endet mit einer Art Gebet oder Hymne an Gott, der dem lyrischen Ich Frieden geschenkt hat. Dies schlägt ein stark religiöses Motif vor und zeigt ein Bild von Glauben und Hingabe.

Formal besteht das Gedicht aus drei Strophen zu je vier Versen. Es hat eine klare, geradlinige Struktur. In Bezug auf die Sprache ist das Gedicht recht einfach und unverblümt, ohne viel metaphorische Komplexität. Stattdessen legt es Wert auf Klarheit, Emotion und die direkte Nachricht der Verse.

Die Worte und Phrasen sind stark geladen und sind sorgfältig ausgewählt, um Gefühle von Schmerz („Schwer lag auf mir der Kummer“), Widerstand („Ich weinte heiß und viel“), Verzweiflung („Das Leben war mir wonneleer“) und schließlich Erlösung und Frieden („Da schickte Gott mir Frieden her“) zu vermitteln. Dieser dramatische Sprachgebrauch trägt zur Mechanik und zum Gesamtfluss des Gedichts bei, indem er Kontraste schafft und die emotionale Reise des lyrischen Ichs hervorhebt.

Weitere Informationen

Die Autorin des Gedichtes „Lied“ ist Sophie Albrecht. Geboren wurde Albrecht im Jahr 1757 in Erfurt. In der Zeit von 1773 bis 1840 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her kann der Text den Epochen Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm & Drang, Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 68 Worte. Sophie Albrecht ist auch die Autorin für das Gedicht „An Ihn“, „An die Träume“ und „Nachts“. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Lied“ weitere 12 Gedichte vor.

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Das Video mit dem Titel „Lied von Sophie Albrecht, vom Wortmann rezitiert“ wurde auf YouTube veröffentlicht. Unter Umständen sind 2 Klicks auf den Play-Button erforderlich um das Video zu starten.

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