Wonach Hafis verlanget von Georg Friedrich Daumer

Wonach Hafis verlanget
Nur er allein und Gott im Himmel weiß es;
Denn ihm allein vertraut er
Sein schwaches Herz, sein sündiges, sein heißes.
 
Und nicht allein verzeihet
Der Gütige, nein, schonet auch und schweiget;
Nicht Menschen und nicht Engeln
Sagt er davon ein Wörtchen nur, ein leises.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Wonach Hafis verlanget“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
8
Anzahl Wörter
48
Entstehungsjahr
1846
Epoche
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Wonach Hafis verlanget“ wurde von Georg Friedrich Daumer verfasst, einem deutschen Dichter und Philosophen, der im 19. Jahrhundert lebte und wirkte.

Auf den ersten Blick wirkt das Gedicht geheimnisvoll und tiefgründig. Es handelt von einem Charakter namens Hafis, dessen Sehnsüchte und Wünsche nur er und Gott kennen.

Inhaltlich drückt das lyrische Ich aus, dass Hafis vermutlich mit inneren Kämpfen und Schwächen konfrontiert ist, die er nur Gott anvertraut. Gott wird in diesem Kontext als gütig und verzeihend dargestellt, der diese Schwächen nicht nur verzeiht, sondern sie auch schützt und schweigt. Durch den Hinweis, dass er „nicht Menschen und nicht Engeln sagt er davon ein Wörtchen nur, ein leises“, wird betont, dass diese inneren Kämpfe und Wünsche tief privat und persönlich sind, vor anderen verborgen bleiben.

In Bezug auf die Form besteht das Gedicht aus zwei Strophen mit jeweils vier Versen. Es folgt dem klassischen Versmaß von vierhebigen Jamben. Darüber hinaus verwendet Daumer eine klare, direkt verständliche Sprache. Er verwendet Bilder und Metaphern, um sowohl die Intimität als auch die Tiefe von Hafis' inneren Kämpfen darzustellen. Gott wird als fürsorglicher und schützender Wesen dargestellt, der die Schwächen und Sünden von Hafis schützt und ihm verzeiht.

Glücklicherweise nutzt Daumer eine sehr zugängliche Sprache, die sowohl einfache als auch tiefere Interpretationen des Gedichts ermöglicht. Die Wahl von Hafis als Figur könnte auch als symbolisch für den individuellen menschlichen Kampf und die Suche nach Verständnis und Vergebung betrachtet werden. Insgesamt ist das Gedicht sowohl in seiner Form als auch in seiner Bedeutung schön und tiefgründig.

Weitere Informationen

Georg Friedrich Daumer ist der Autor des Gedichtes „Wonach Hafis verlanget“. Der Autor Georg Friedrich Daumer wurde 1800 in Nürnberg geboren. Im Jahr 1846 ist das Gedicht entstanden. In Hamburg ist der Text erschienen. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz kann aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das Gedicht besteht aus 8 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 48 Worte. Der Dichter Georg Friedrich Daumer ist auch der Autor für Gedichte wie „Die fromme Taub in meinem Herzen hie“, „Erschlagen ist Hafis. Wer ihn erschlagen“ und „Es ist ein Stern vom erhabenen Himmel gefallen“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Wonach Hafis verlanget“ weitere 20 Gedichte vor.

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