Am Ende von Wilhelm Jensen

Es spinnen sich der Jugend Pläne
Durch unser Dasein leise fort,
Und unsres ersten Schmerzes Träne
Verwandelt sich in spätes Wort;
Was einmal auf dem rätselvollen
Irrgang des Lebens uns betraf,
Es ward zum Teil von unserm Wollen
Und legt mit uns sich erst zum Schlaf.
 
Wir aber sammeln eine Ernte
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Von Gram und Leid durch Tag und Nacht,
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Von der als Kind ich einst erlernte,
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Sie sei dem Jenseits zugebracht.
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Doch wenn, wie ein verlöschend Feuer,
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In Rauch und Asche wir zergehn,
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Weshalb in unsrer Brust die Scheuer,
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Wozu die Ernte und - für wen?
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Am Ende“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
96
Entstehungsjahr
1837 - 1911
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Am Ende“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Wilhelm Jensen. 1837 wurde Jensen in Heiligenhafen (Holstein) geboren. In der Zeit von 1853 bis 1911 ist das Gedicht entstanden. Aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 96 Worte. Die Gedichte „Wenn sich die Wimpern senken“ sind weitere Werke des Autors Wilhelm Jensen. Zum Autor des Gedichtes „Am Ende“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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