Drogen - Heroin, Kokain und Cannabis

Schlagwörter:
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Referat

Referat über Drogen

Zunächst möchte ich euch darauf hinweisen, dass alle Drogen, die ich heute vorstelle und beschreibe absolut illegal sind und zudem süchtig machen. Bei der einen Droge ist das Suchtpotenzial größer, bei der andere Droge geringer, aber darauf werde ich noch näher eingehen. Jede Form von Drogen sind Gifte, die dem Körper zumindest langfristig Schaden zufügen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Zersetzung des Gehirns. Hierbei kommt es zu Sprachverlust und bei Überdosierung zum Tod durch Atemstillstand, was durch Lähmung der Muskeln hervorgerufen wird.

Als nächstes möchte ich euch einige Fremdworte erklären, die für den weiteren Verlauf meines Referates wichtig sind. Allerdings habe ich soweit es mir möglich war auf Fremdwörter verzichtet.

  • vollsynthetisch = künstlich hergestellt
  • halbsynthetisch = basierend auf Naturstoffen
  • analgetisch = schmerzhemmend
  • Hämatome = Blutaustritt aus verletzten Blutgefäßen ins Körpergewebe

Heroin:

Allgemeines:

der Name „Heroin“ stammt von griechischen Wort „Heros“ ab, was soviel wie „der Held“ bedeutet.

  • chemischer Name : Diacetylmorphin
  • Strukturformel: C21H23NO5

Heroin ist eine halbsynthetische Droge, die mit einer stark analgetischen Wirkungsweise einhergeht. Die Geschichte von Heroin reicht zurück bis 3000 v.Chr. Zu den alten Ägyptern, die es schon damals als „Schmerzmittel“ verwendeten. Ausgangssubstanz ist dabei das Morphin. Gewonnen wird Morphin als Nebenprodukt des Rohopium, dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns. Reines Heroin ist sowohl als Base als auch Salzförmig farblos.

Konsum:

Intravenös
Der Intravenöse Konsum wird in der Umgangssprache auch als fixen bezeichnet. Für eine Injektion wird das Heroinpulver in Wasser - häufig unter Zusetzung von Ascorbinsäure (Zitronensäure) - durch Erhitzen gelöst und anschließend durch Watte oder Zigarettenfilter filtriert aufgezogen. Das Erhitzen erfolgt häufig auf einem Löffel mit einer kleinen Flamme. Ascorbinsäure oder Vitamin C wird hinzugefügt, da das Heroin sonst verbrennen würde. Dann wird mit einem Band das Blut an der Gliedmaße abgebunden und mit einer Spritze zieht man das nun flüßige Heroin auf und spritzt es sich dann in eine Vene.

Der intravenösen Konsum geht mit einer erhöten Ansteckungsgefahr mit HIV sowie Hepatitis B und C einher. Dies geschieht durch den gemeinsamen Gebrauch einer Spritze von mehreren Personen. Ein weiteres weitaus weniger problematisches Risiko besteht darin, dass sich Hämatome an den Stellen wo man gefixt hat entwickeln. So kann es leicht passieren, dass sich ein Süchtiger schon mal die Spritze an den Hals setzt da die anderen Gliedmaßen zu vernarbt sind. Der Weg geht meistens von den Armen über die Kniekehlen zu den Oberarmen, Schenkeln und Handrücken.

Sniefen
Siniefen bedeutet mit der Nase aufziehen, dies passiert durch einen zusammengerollten Geldschein oder einen Stohhalm. So wird es mit der Nasenschleimhaut aufgenommen und gelangt darüber direkt ins Blut. Dieser Weg der Aufnahme belastet stark die Nasenschleimhaut und Begünstigung die Entstehung von Nasenbluten. Die orale Einnahme spielt bei Heroin kaum eine Rolle, da sich hierbei die Wirkung nur sehr langsam und weniger intensiv entfaltet.

Inhalieren
Beim inhalieren wird das kristallförmige Heroin auf eine Folie gelegt und erhitzt. Die dabei entstehenden Dämpfe werden eingeatmet. Über die Lunge gelangen die Wirkstoffe in den Blutkreislauf. Das Risiko hierbei darin, dass die Gase in der Luftröhre abkühlen und wieder kristallisieren, dies kann den Atemweg zur Gänze verstopfen und führt so zum Tod.

Rauchen
Heroin kann in pulverisierter Form auch mit Tabak vermischt und geraucht werden. Man dreht das Tabak-Heroin-Gemisch zu einer Zigarette. Die englischsprachige Bezeichnung für diese Konsumform lautet „snow cone“ („Schneetüte“). Die Menge aufgenommenen Heroins beim Rauchen einer Heroinzigarette entspricht etwa 10% des aufgenommenen Heroins bei Inhalation.

Viele Menschen glauben dass andere Formen als Fixen weniger abhängig machen. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn auf jedem der von mir beschriebenen Konsumformen gelangen die Giftstoffe ins Blut und führen letztlich zu dem „High-Gefühl“. Auch wenig Wirkstoff führt zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit. Die zum Beispiel über Rauchen entstandene Abhängigkeit lässt den Süchtigen nach immer effektiveren Aufnahmen suchen und so landet er letztlich beim intravenösen Konsum. Der Körper gewöhnt sich an die Stoffe sehr schnell. Ein Suchtgefühl stellt sich sehr schnell ein. Der Körper braucht das Heroin um keine Entzugserscheinungen zu haben. Diese sind beispielsweise Zucken – einen Affen haben, heftige Bauchkrämpfe, mehrmaliges Erbrechen, Kreislaufzusammenbrüche, auf Schüttelfrost folgende Schweissausbrüche, extrem aggresives Verhalten. Diese Entzugserscheinungen nennt man in der Szene Cold Turkey. In Entzugskliniken gibt man den Kranken Methadon, ein ähnliches Produkt wie Heroin, in kleinen Dosierungen und vermindert diese immer mehr. Methadon ist zur Therapie legal, hat nur den Nachteil dass es den Cold Turkey verstärkt.

Kokain
Kokain wird aus der Kokapflanz gewonnen und ist wie Heroin eine halbsynthethische Droge.

  • Strukturformel: C17H21NO4
  • Chemischer Name: Benzoyloxy-tropan-carbonsäure-methyleste

Die ersten Cocasträucher kamen 1750 aus Südamerika nach Europa. Es ist nicht genau überliefert wann Kokain genau entdeckt wurde. Sicher ist aber dass ab 1879 Kokain zur Behandlung von Morphin-Abhängigen benutzt wurde. Sigmund Freud hat im Jahr 1884 ein Buch über Kokain und dessen Wirkung verfasst. Es trägt den Titel „Über Coca“.

Kokain kann man in mehreren Formen konsumieren. Bei den verschiedenen Konsumformen ändert sich meist auch die intensität und die Dauer des Rauschgefühls. Kokain kann durch den Mund, geschnupft oder mittels Injektionen konsumiert werden. Kokapaste, die freie Base des Koks als Crack geraucht werden.

Gerauchtes Kokain wirkt bereits innerhalb von 8 bis 10 Sekunden für etwa 5 bis 10 Minuten und bewirkt eine deutlich höhere Wirkstoffkonzentration als andere Konsumformen. Bei intravenösem Konsum liegen 30 bis 45 Sekunden zwischen Aufnahme und Wirkungseintritt, die Wirkung hält 10 bis 20 Minuten. Der orale oder intranasale Konsum wirkt deutlich schwächer, dafür liegt die Wirkungsdauer aber bei 30 bis 45 Minuten. Der Wirkungseintritt erfolgt beim oralen Konsum nach 10 bis 30 Minuten, intranasal nach 2 bis 3 Minuten.

Wirkung
Kokain bewirkt im Gehirn eine Stimmungsaufhellung, Euphorie, ein Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit und Aktivität sowie das Verschwinden von Hunger- und Müdigkeitsgefühlen.

Marihuana
Cannabis ist der Oberbegriff für verschiedene aus der Hanfpflanze gewonnene Drogen. Die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteile, also die Blüten der weiblichen Pflanze, werden dabei zu Marihuana. Marihuana ist auch als Gras, Weed oder „grünes“ bekannt. Haschisch ist das gesammelte und meist gepresste "Harz" der Hanfpflanze. Es kann nicht nur aus den Blüten, sondern auch aus mit Harzen besetzten Blättern gewonnen werden. Je nach Qualität und Herstellungsmethode schwankt seine Farbe von hellem grau-braun bis zu mattem schwarz. Canabis ist die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa am meisten konsumierte Droge.

Im Cannabis sind über 400 Inhaltsstoffe enthalten. Die genaue Wirkung ist bis heute nicht genau erforscht. Als Hauptwirkstoff fungiert das Tetrahydrocanabinal (THC). THC-Kristalle kann man sogar mit bloßem Auge auf der Blüte der Pflanze erkennen. Sie sind zwar klein und farblos aber gut zu erkennen. Canabis in nicht konzentrierter Form hat etwa 8-15% THC.

Die ersten Aufzeichnungen von der Verwendung des Hanfs als Heilmittel finden sich ca 2.400 v.Chr. in Indien. Aufgrund des stetigen Kampfes gegen Cannabis, ist der Straßenpreis in den letzten 50 Jahren um sagenhafte 8000 % gestiegen. Die Preise sind je nach Land aber sehr verschieden. So kostet ein Gramm in Amerika umgerechnet 60 Cent, in Österreich 10 Euro und in Holland um die 3 Euro.


Konsumformen
Die bekannteste Form Canabis zu sich zu nehmen ist das Rauchen. Dies geschieht entweder pur oder mit Tabak vermischt. Geraucht wird durch Pfeife oder Bong. Beliebt unter Jugendlichen ist auch der „Kübel“ oder das „Loch“. Häufig wird Cannabis in einem Joint, besser bekannt als Ofen oder einem Blunt, geraucht.

Cannabis macht zwar nicht physisch aber dafür psychisch abhängig. Bei Entzug entstehen je nach psychischer Belastbarkeit des Konsumenten Nervosität bis hin zu Stimmungsschwankungen und Schweissausbrüchen. Wenn man unter Cannabiseinfluss steht, ist man etwas langsamer im Denken und Sprechen. Das THC legt sich quasi wie ein Fettfilm über die Gehirnzellen. Das Gehrin kann so nicht mehr auf das volle Potential zurückgreifen. Dieses Fett bildet sich beim „ausnüchtern“ aber wieder zurück, allerdings nicht vollständig. So kann langjähriger Konsum von Cannabis zu Sprachfehlern und eingeschränkter Intelligenz führen.

Alle Drogen werden gestreckt verkauft. Ein höheres Gewicht lässt einen höheren Preis am Markt zu. Häufig werden Drogen wie Kokain oder Heroin mit Rattengift, Mehl oder auch Taubenexkremente gestreckt. Cannabis wird mit Sand, Zucker, Wasser, Glasfasern oder Blei gestreckt. Die letzten beiden Streckungsmittel können tödlich für den Konsumenten sein.

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